Die Heizung wird nicht warm: woran es liegt und wann Reparieren nichts mehr bringt
Die Heizung läuft hörbar, aber im Zimmer bleibt es kalt. In den meisten Fällen steckt dahinter kein Drama, sondern eine von einer Handvoll Ursachen. Wir gehen sie hier der Reihe nach durch. Das meiste davon können Sie selbst prüfen, ohne dass jemand kommen muss.
Eines vorweg, damit Sie sich einen Anruf sparen: Bestehende Öl- und Gasheizungen reparieren oder warten wir nicht. Wir bauen Wärmepumpen ein. Wenn Ihre Anlage nur einen Defekt hat, ist der Betrieb, der sie bisher betreut hat, der richtige Ansprechpartner. Wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass sich das Nachlegen nicht mehr lohnt, sind wir es.
Die häufigsten Ursachen, in der Reihenfolge, in der Sie sie prüfen sollten
Luft im Heizkörper. Der Klassiker. Der Heizkörper wird oben warm und unten kalt, oder er gluckert. Entlüften löst das in zehn Minuten.
Das Thermostatventil sitzt fest. Wenn ein Heizkörper den ganzen Sommer auf null stand, klemmt der Stift im Ventil oft ein. Der Heizkörper bleibt dann kalt, egal wie weit Sie aufdrehen.
Zu wenig Wasser im System. Fällt der Druck unter etwa ein Bar, kommt oben im Haus nichts mehr an. Das Manometer am Kessel zeigt Ihnen das in zwei Sekunden.
Die Regelung passt nicht. Heizkurve zu flach, Nachtabsenkung zu lang, Sommerbetrieb noch aktiv: Dann heizt die Anlage schlicht nicht, obwohl sie in Ordnung ist.
Die Umwälzpumpe läuft nicht. Dann ist der Kessel heiß, aber die Wärme kommt bei den Heizkörpern nicht an. Rohr warm, Heizkörper kalt ist das typische Bild.
Die Anlage ist nicht abgeglichen. Der Heizkörper, der am weitesten vom Kessel weg hängt, bekommt zu wenig ab. Meist der im Obergeschoss oder der letzte im Kreis.
Was Sie in zehn Minuten selbst prüfen können
Schauen Sie zuerst auf das Manometer am Kessel. Steht der Zeiger unter ein Bar, fehlt Wasser. Ziehen Sie dann an einem kalten Heizkörper den Thermostatkopf ab und drücken Sie auf den kleinen Metallstift darunter. Lässt er sich nicht bewegen, klemmt das Ventil. Entlüften Sie zuletzt die Heizkörper, beginnend im obersten Stockwerk.
Wenn danach alles warm wird, war es das. Sie brauchen niemanden.
Wann eine Reparatur die richtige Antwort ist
Wenn Ihre Heizung bisher zuverlässig lief, nicht besonders alt ist und jetzt zum ersten Mal hakt, dann lassen Sie sie reparieren. Eine Umwälzpumpe, ein Thermostatkopf, ein Ventil: Das sind überschaubare Vorgänge, und es wäre unsinnig, wegen eines Bauteils eine intakte Anlage herauszureißen. Wir würden Ihnen an dieser Stelle nichts anderes raten.
Woran Sie merken, dass Reparieren nichts mehr bringt
Es gibt ein paar Punkte, ab denen jede weitere Reparatur nur noch Geld in eine Technik steckt, die Sie ohnehin bald ersetzen:
- Die Anlage fällt in einer einzigen Heizsaison mehrfach aus.
- Ersatzteile sind schwer zu bekommen, weil der Kessel aus der Produktion ist.
- Der Schornsteinfeger hat die Anlage beanstandet.
- Sie reparieren zum wiederholten Mal am selben Bauteil.
- Der eigentliche Grund für Ihre Suche sind nicht die kalten Heizkörper, sondern die Abrechnung.
Der letzte Punkt ist der ehrlichste. Eine Reparatur macht die Heizung wieder warm. Billiger macht sie sie nicht.
Was ein Umstieg auf eine Wärmepumpe bedeutet
Wir rechnen zuerst die Heizlast Ihres Hauses. Erst danach reden wir über Technik, denn ohne diese Zahl ist jede Empfehlung geraten. Für viele Ein- und Zweifamilienhäuser in Nordhessen ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe die naheliegende Lösung, und in vielen Häusern können die vorhandenen Heizkörper bleiben.
Für den Umstieg gibt es Zuschüsse. Den Antrag übernehmen wir. Was für Ihr Haus infrage kommt, können Sie im Förder-Rechner durchspielen, bevor Sie mit uns sprechen.
Was wir machen und was nicht
Wir planen, fördern und bauen Wärmepumpen für Ein- und Zweifamilienhäuser. Wir sind an keinen Hersteller gebunden und suchen die Technik, die zu Ihrem Haus passt.
Wir reparieren und warten keine bestehenden Öl- und Gasheizungen. Das ist keine Bequemlichkeit, sondern eine Entscheidung: Wir machen eine Sache, und die richtig.